6. November 2006
Pressespiegel
Auszüge aus den Pressereaktionen zu Pressekonferenz vom 11. April 2002:
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Frankfurter Rundschau
Main-Taunus-Kurier / Wiesbadener Kurier
Höchster Kreisblatt
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FAZ
12. April 2002
“Heroinvergabe ist die absolute Katastophe”
Interessengemeinschaft setzt sich für abstinente Drogenhilfe ein / Kritik am Modellprojekt
rig. Gegen die langfristige Behandlung von Drogensüchtigen mit Methadon und die Heroinvergabe hat sich gestern die “Interessengemeinschaft abstinente Rehabilitation” ausgesprochen. Dem Zusammenschluß gehören Selbsthilfeinitiativen und Fachleute an. Die Methadon- und Heroinvergabe halte Süchtige in ihrer quälenden Abhängigkeit fest, wurde argumentiert. Brigitta Reitz, Vorsitzende des Frankfurter Elternkreises, sagte, sie habe ihren drogenabhängigen Sohn damals unterstützt und ihm alle Sorgen abgenommen. Dennoch sei er immer tiefer in die Sucht abgeglitten. Sie habe lernen müssen, dem Sohn die Verantwortung zu übertragen. Mit der Methadonvergabe jedoch werde die Sucht erträglich gemacht, kritisierte Reitz. Gleichwohl räumte sie ein, daß derartige Programme sinnvoll sein könnten, wenn die psychosoziale Begleitung ernst genommen werde.
Der Geschäftsführer der Hofheimer Suchthilfe-Einrichtung Selbsthilfe im Taunus (SiT),Bernhard Fielenbach, setzte hinzu, für Süchtige seien Grenzen wichtig. Doch diese würden bei der Methadonbehandlung immer wieder überschritten. So habe einmal eine Vorgabe gelautet, daß der zusätzliche Konsum von anderen Drogen zum Ausschluß aus dem Programm führe. Daran halte sich die Drogenhilfe längst nicht mehr.
Nach Ansicht von Sören Link, Geschäftsführer der Suchthilfe “Hof Fleckenbühl”in Cölbe bei Marburg, führt Methadon nicht dazu, “daß jemand nüchtern wird”. Als “absolute Katastrophe” bezeichnete er die “als Arzneimittelstudie deklarierte”, ärztlich kontrollierte Heroinvergabe. Das Modellprojekt unterstelle, die traditionelle Drogenhilfe habe versagt. Die Gesellschaft resigniere damit vor dem Suchtproblem.
Fielenbach und Link beanstandeten auch die “immensen” Investitionen in den Bundesmodellversuch. Mit diesem Geld könnte man in der abstinenten Hilfe enorm viel bewegen, zum Beispiel für die Süchtigen bessere Zukunftsperspektiven schaffen. Es gebe genügend Plätze zur Suchtentwöhnung. Doch fehle es an Berufswegen, die der. Abhängigen eine sinnvolle und erstrebenswerte Zukunft eröffneten.
Den “Hof Fleckenbühl”mit seinen drei Regeln “Keine Drogen, keine Gewalt, kein Tabak” suchen nach Angaben von Link jährlich 750 Süchtige auf. Die Hälfte breche den Aufenthalt nach drei Monaten wieder ab. Von denjenigen, die länger als drei Jahre blieben - das seien 15 bis 2.0 Prozent -, werde niemand rückfällig. Berthold Kilian, langjähriger Referent beim Diakonischen Werk Frankfurt, sagte, Abstinenz befreie; nur so könne jemand seine Sucht in den Griff bekommen.
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Frankfurter Rundschau
vom 12. April 2002
Interessengemeinschaft fordert Abstinenz
Gegen eine kontrollierte Heroinvergabe hat sich jetzt die Interessengemeinschaft Abstinente Rehabilitation (IGAR) in Frankfurt ausgesprochen. Die Interessengemeinschaft, erst kürzlich gegründet, fordert eine Umorientierung in der Drogenpolitik: weg von Substitution und Heroinvergabe hin zu Abstinenzprogrammen. Abstinenz sei keine Frage der Moral, heißt es in einer Mitteilung, sondern erlöse den Süchtigen von dem krankhaften Wiederholungszwang. Außerdem hält die Interessengemeinschaft frühzeitige Arbeitsprojekte und individuelle Nachsorge über drei bis fünf Jahre für sinnvoll. ft
Interessengemeinschaft Abstinente Rehabilitation, Feldstraße 1, 65719 Hofheim.
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Wiesbadener Kurier/ Main-Taunus-Kurier
vom 12. April 2002
Massive Kritik an Heroin-Projekt
Bürgerinitiative beantragt einstweilige Anordnung / Abstinenz statt Drogenabgabe
Frankfurt. (dpa) Im Streit um den Modellversuch zur Heroin-Vergabe hat sich die Interessengemeinschaft abstinente Rehabilitation (Igar) mit einer deutlichen Absage an die herkömmliche Drogenpolitik zu Wort gemeldet. Künftig müsse Abstinenzprogrammen mehr Bedeutung beigemessen werden, forderte der 1. Vorsitzende der Igar, Berthold Kilian, gestern in Frankfurt. Nur über Abstinenz ließe sich Drogenabhängigen eine persönliche und berufliche Perspektive vermitteln.
Die Igar ist eine Gemeinschaft von Suchthilfe-Experten, die den Wert der Nüchternheit in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen gerückt haben. Unter ihrem Dach vereinigen sich Einrichtungen wie die “Suchthilfe Hof Fleckenbühl” in Cölbe (Kreis Marburg-Biedenkopf) und die “Selbsthilfe im Taunus” in Hofheim. Hier werde nach Darstellung Kilians Bedürftigen seit fast. zwei Jahrzehnten erfolgreich Unterstützung bei Entzug und Reintegration in den Alltag geboten. Eine Rückfallquote von zehn Prozent bei Langzeitbetreuten sei ein deutliches Zeichen für abstinente Rehabilitation und gegen die Vergabe von Heroin oder Methadon, so Kilian weiter.
An dem umstrittenen Heroinprojekt beteiligen sich sieben deutsche Städte, darunter Frankfurt. In der Medikamentenstudie soll die Auswirkungen einer Vergabe von reinem Heroin an Schwerstabhängige gegenüber dem Substitut Methadon untersucht werden. Unterdessen wird die geplante Heroin-Ambulanz nun auch auf juristischem Weg angegriffen. Die “Bürgerinitiative Ostend” berichtete, sie habe beim Verwaltungsgericht Frankfurt eine einstweilige Anordnung gegen das Projekt beantragt. Die Eltern eines siebenjährigen Mädchens sehen den Jugendschutz beeinträchtigt, wenn ihre Tochter auf ihrem Schulweg täglich an der Heroin- Vergabestelle für 100 Abhängige vorbei gehen muss.
Ein zweiter Antrag auf einstweilige Anordnung gegen das Projekt unter baurechtlichen Aspekten solle in der nächsten Woche gestellt werden, kündigte Initiativensprecher Gustav Kolb an. Die Stadt Frankfurt plant die Heroinambulanz im Sommer in den Räumen einer ehemaligen Weinhandlung einzurichten. Der Protest der Ostendbürger richtet sich gegen den gewählten Ort, der in der Nähe zahlreicher Kinder- und Jugendeinrichtungen liege.
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Höchster Kreisblatt
vom 12. April 2002
Interessengemeinschaft führt Feldzug gegen Methadon
Frankfurt/Hofheim. Es war eine Mischung aus Neugier, Abenteuerlust und Frust, die bei Oliver F. (Name geändert) schon mit 14 Jahren zu einem Leben führte, das fast 20 Jahre lang von Drogen bestimmt werden sollte. An Heroin wäre er fast krepiert. Oliver F. hat es geschafft, 36 Jahre alt zu werden. Seit zwei ein halb Jahren nimmt er keine Drogen mehr, kein Heroin, kein Kokain und kein Crack. Er lebt in Hofheim, macht seit vier Wochen in Frankfurt ein Praktikum bei einem Tätowierer. Ein Beruf, in dem er eine Zukunft sieht. Ob diese Zukunft drogenfrei bleibt, weiß er nicht. “Morgen kann es wieder passieren”, sagt er. Aber eines weißer genau: “Es war falsch, neun Jahre lang Methadon zu nehmen.” Das habe nur seine Sucht verlängert. “Mit Methadon werden die Süchtigen zwar von der Straße geholt, sind so nicht mehr sichtbar. Aber für die Abhängigen wird zu wenig getan. Es gab für mich keine konkreten Schritte heraus aus der Abhängigkeit”, sagt er. Wenn er auf sein Leben zurückblickt, schaut er auf eine düstere Zeit mit permanenten Rückschlägen, zwei gescheiterten Therapien, einer gescheiterten Ehe und einem Methadon Programm, das 1990 begann und neun Jahre dauerte. In dieser Zeit habe er weiterhin Heroin und Kokain genommen.
Irgendwann habe ihm ein Arzt gesagt, er müsse sich entscheiden - für das Leben oder den Tod. “Ich bin dann vier Monate in einer Psychiatrie gewesen, haben wieder gelernt zu schmecken und zu riechen, und den Schmerz, den das Leben bereiten kann, zu ertragen.”
Ein Königsweg aus der Sucht gebe es nicht, nur der Konsum von Methadon fühle nirgendwohin.
Für die vor einem Jahr in Hofheim gegründete Interessengemeinschaft abstinente Rehabilitation e.V. ist Oliver F. ein Beispiel dafür, dass die langfristige Abgabe von Methadon ebenso falsch ist wie die staatliche Abgabe von Heroin. “Ein Drogenabhängiger, der rehabilitiert werden kann, befreit sich von seiner Sucht nur durch Abstinenz”, sagt der Geschäftsführer der Suchthillfe Einrichtung “Selbsthilfe im Taunus” in Hofheim, Bernhard Fielenbach. Er, einer der Repräsentanten der Interessengemeinschaft, ist sich darin einig mit der Vorsitzenden des Bundesverbandes Elternkreise aus Frankfurt, Brigitta Reitz. Sie hat als Mutter erlebt, wie es ist, “seinen drogenabhängigen Sohn als fürsorgliche Mutter in seiner Sucht zu begleiten”. Methadon könne im Einzelfall sinnvoll sein, aber ohne psychotherapeutische Begleitung “findet ein Süchtiger nicht ins Leben zurück”, sagt sie. Methadon schaffe keinen Anreiz, aus der Sucht auszusteigen.
Sören Link, Geschäftsführer der Suchthilfe “Hof Fleckenbühl” in Cölbe bei Marburg hält besonders die staatliche Abgabe von Heroin für verwerflich. “Da kann ich einem Abhängigen gleich das Geld geben, und er besorgt sich den Stoff selbst.” Jeder Süchtige werde in Cölbe aufgenommen. “Sie müssen aber drei Regeln befolgen”, sagt Link. “l. Keine Drogen, 2. Keine Gewalt, 3, Keine Zigaretten.”
Die Interessengemeinschaft hofft, dass die Politik bei der Drogenbekämpfung nicht allein auf Methadon und staatliche Heroinabgabe setzt. (dick)
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Presse |
6. November 2006
Die IGAR veranstaltete eine Pressekonferenz zum Thema:
“Alle reden von der Heroinvergabe - wir sagen:
Abstinenz befreit - Jeder hat ein Recht auf Unabhängigkeit”
Ort: WORK IN Frankfurt
Zeit: 11. April 2002 um 11 h
Nur eine umfassende Lebenshilfe bietet die Chance für einen dauerhaften Ausstieg
Die “Interessengemeinschaft Abstinente Rehabilitation e.V.” (IGAR) ist eine Gemeinschaft von Menschen aus den verschiedenen Bereichen der Suchthilfe, die den Wert der Nüchternheit (des Clean-Seins) zum Mittelpunkt ihrer Bemühungen macht. Als Süchtige, Angehörige von Süchtigen sowie als haupt- and ehrenamtliche Mitarbeiter der Suchthilfe haben sie die Folgen der Abhängigkeit von Suchtmitteln and süchtigem Verhalten unmittelbar erlebt. Sie wissen, wie schwer es ist, sich aus der Abhängigkeit zu lösen.
Nach Abschluss der Gründungsphase der IGAR e.V. and angesichts des soeben angelaufenen Heroin-Vergabe- Modellversuchs treten wir erstmals mit folgenden Forderungen an die Öffentlichkeit. Die vorzeigbaren Ansätze der “Suchthilfe als Lebenshilfe” wurden über Jahrzehnte entwickelt and haben sich in der Praxis bewährt. Man kann daher mit Fug and Recht von einer “Wiederentdeckung der Sucht- Hilfe” sprechen.
Abstinenz ist die Voraussetzung für das Gelingen einer erfolgreichen Rehabilitation. Nur ein Mensch, der sich aus Beherrschung durch die suchtbildende Substanz gelöst hat, kann unbeeinflusst entscheiden.
In der herkömmlichen Drogenpolitik muss eine Neuakzentuierung erfolgen - sowohl hessenweit als auch bundesweit: weg von der permissiven Substitution and hin zu Abstinenzprogrammen, denn Abstinenz ist die Voraussetzung für persönliche Entwicklung. Langfristige Substitutionsprogramme bewirken dagegen bei den Betroffenen eine Lebensvermeidungsstrategie. Substitution ist daher nur auf den Einzelfall and auf die Ausstiegsphase zu begrenzen.
Neben der Entscheidung für ein suchtmittelfreies Leben ist eine befriedigende zukunftsorientierte Arbeits- and Berufsperspektive die wichtigste Voraussetzung für eine nachhaltige soziale Integration von ehemals drogenabhängigen Menschen. Denn: Wer Zukunft will, braucht Lebenssinn, Ausbildung, Arbeit. Arbeiten ist ein grundsätzlicher Bestandteil des Lebens. Daher sollten frohzeitig den Betroffenen Arbeitserprobungen, Praktika und Beschäftigungsprojekte angeboten werden - möglichst angegliedert an eine Suchthilfeeinrichtung. Denn nur eine breite Palette an Berufs-, Ausbildungs- and beruflichen Erfahrungsfeldern bietet die Gewähr für eine erfolgreiche Rehabilitation. Wir fordern die Politik auf, hier geeignete Rahmenbedingungen zu initiieren.
Einzelne Betroffene benötigen dauerhaft einen organisierten Rahmen, um nüchtern leben zu können. Dabei spielt die freiwillige Anbindung an eine Selbsthilfegruppe die entscheidende Rolle für dauerhafte Nüchternheit. Hier entwickeln die Betroffenen einen Lebensplan and befassen sich mit dessen Umsetzung.
Der entscheidendste Baustein im Rahmen des gesamten Rehabilitationsprozesses ist eine differenzierte, individualisierte Nachsorge. Sie ist die Voraussetzung für eine gelungene, langfristige Wiedereingliederung. For den gesamten Prozess benötigt der Betroffene 3-5 Jahre.
Fazit: Nur eine umfassende Lebenshilfe im Freizeit- and Sinnbereich, im Wohnumfeld sowie in Arbeit oder Beruf bieten die Chance für einen dauerhaften Ausstieg. In allen Hilfsangeboten muss das Fundament ,Hilfe zur Selbsthilfe” sowie der berufs- and zukunftsorientierte Ansatz im Vordergrund stehen
Abstinenz ist keine Frage der Moral. Die IGAR sieht in der Abstinenz eine sinnvolle and
notwendige “Diat” , sie ist das Ergebnis von jahrelangen erfolglosen Mäßigkeitsbemühungen.
Abstinenz erlöst den Süchtigen von dem süchtigen Wiederholungszwang.
Süchtige sind in der Lage, abstinent zu leben. Sie sind nicht hilflos krank!
Die Interessengemeinschaft stellt ihre jahrelange Erfahrung der Öffentlichkeit zur Verfügung and nimmt in diesem Sinne auch zu aktuellen Fragen Stellung.
Hofheim / Frankfurt am Main 11.04.02
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6. November 2006
Ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 3.3.2003 zur Anti-Tabak-Konvention
02.März 2003 Zigarettenschachteln sollen künftig mindestens zu einem Drittel mit Warnhinweisen bedruckt sein. Auch soll es Angaben für Sorten wie „mild“ oder „light“ nicht mehr geben. Das sieht die erste weltweite Anti- Tabak-Konvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor. Die „Rahmenkonvention gegen das Rauchen“ kam nach vierjährigen Verhandlungen gegen Bedenken aus Deutschland und den USA zu Stande und wurde am Samstag in Genf vorgestellt. Sie soll auf der WHO- Generalversammlung im Mai verabschiedet werden.
Das Abkommen sieht unter anderem auch vor, dass der Tabakkonsum, die Tabakwerbung, der illegale Zigarettenhandel und die Rauchbelästigung für Nichtraucher eingeschränkt werden sollen. Preise und Steuern werden als wichtiger Weg zur Reduzierung des Rauchens genannt. Tabakwaren dürfen an Jugendliche nicht mehr verkauft werden, und Zigarettenautomaten sollen für sie nicht mehr zugänglich sein. Der duty- free-Verkauf soll international beschränkt werden. Die Mitgliedstaaten sollen mehr Geld für Anti-Raucher- Programme ausgeben.
Deutschland und die USA kritisch
Wegen des anhaltenden Streits über ein generelles Tabakwerbeverbot und Ausstiegsklauseln haben die 171 Delegationen allerdings einen Konsens verfehlt. Insbesondere Deutschland und die USA äußerten sich kritisch. Unklar ist, ob auf der Generalversammlung der Text noch verändert wird oder ob die Konvention gegebenenfalls ohne Zustimmung der USA verabschiedet wird. Vor allem der Wunsch vieler WHO- Mitgliedsländer, ein weltweites Werbeverbot durchzusetzen, stieß auf den Widerstand der USA und Deutschlands als einzigem EU- Mitgliedsland. In der Rahmenkonvention wird darauf hingewiesen, dass einige Länder wegen der freien Meinungsäußerung Verfassungsprobleme hätten. Zugleich sollen aber alle Länder innerhalb von fünf Jahren nach Inkrafttreten der Konvention das Werbeverbot durchgesetzt haben.
Das Bundesgesundheitsministerium versicherte am Samstag, dass Deutschland die Konvention „grundsätzlich“ unterstütze. Die Bundesregierung bezweifle aber, dass ein generelles Verbot der Tabakwerbung ein geeignetes Mittel der Prävention sei, sagte eine Sprecherin. Man bevorzuge „abgestufte Beschränkungsmaßnahmen“.
Nicht staatliche Organisationen hatten den USA und Deutschland während der Verhandlungen in Genf vorgeworfen, sie wollten den Vertragstext schwächen, ein vollständiges Verbot der direkten und indirekten Werbung verhindern und ihre Tabakindustrie schützen.
Der erste internationale Vertrag zum Schutz der Gesundheit
Die Konvention soll in Kraft treten, wenn sie von mindestens 40 Ländern unterzeichnet worden ist. Die Anti-Tabak-Konvention wäre der erste internationale Vertrag zum Schutz der Gesundheit, der unter WHO- Verantwortung geschlossen würde. WHO- Generalsekretärin Gro Harlem Brundtland sprach am Samstag von einem „Meilenstein in der Geschichte“. Millionen von Menschenleben würden künftig gerettet werden.
Nach Angaben der WHO starben im vergangenen Jahr weltweit 4,9 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Jedes Jahr werden 1,2 Millionen neue Fälle von Lungenkrebs diagnostiziert. Die Folgeschäden für alle Volkswirtschaften werden auf jährlich rund 200 Millionen Euro beziffert. Weltweit gibt es den Angaben zufolge 1,1 Milliarden Raucher. Acht von zehn Rauchern leben demnach in Entwicklungsländern. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (Ilo) gibt es weltweit 110 Millionen Arbeitsplätze in der Tabakindustrie.
Quelle: FAZ [03.03.2003]
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6. November 2006
Nicht nur Menschen, auch einfache chemische Stoffe können verschiedene, sogar gegensätzliche Seiten in sich vereinen. In unserer Zeit zählt dazu in besonderem Maße der wesentliche Inhaltsstoff alkoholischer Getränke: Ethylalkohol oder Ethanol. Oft wird Alkohol verteufelt, und trotzdem darf er bei keiner festlichen Tafel fehlen; in Maßen genossen, fördert er die Gesundheit, doch birgt er auch viele Risiken.
Es mag deshalb überraschen, dass dem Alkohol in früheren Zeiten eine völlig andere Bedeutung zukam, zumindest in der westlichen Zivilisation. Leichtere alkoholische Getränke wie Bier, Wein und Met stellen Menschen seit Jahrtausenden her, wohl mindestens seit der Zeit der Sumerer im 7. vorchristlichen Jahrtausend (hochprozentige Destillate allerdings erst etwa seit tausend Jahren). Lange, sogar noch bis in die jüngere Vergangenheit, mag man damit oft selbstverständlich den Durst gestillt haben. Sie waren gleichzeitig Nahrungsmittel - wegen des hohen Kaloriengehalts - und vor allem wohl die hauptsächliche Flüssigkeitsquelle, unverzichtbar in einer Welt mit oft verunreinigten Wasservorräten.
Wie eng - für uns heute unvorstellbar - diese Beziehung zum Alkohol tatsächlich allgemein war, vermitteln historische Quellen, so auch Verlautbarungen des preußischen Königs Friedrichs des Großen (1685 bis 1786), als die Kaffeeimporte in den späten siebziger und achtziger Jahren seine wirtschaftlichen Bestrebungen zu untergraben drohten: Es wäre “abscheulich” zu beobachten, dass die Untertanen immer mehr Kaffee tränken und das Land dadurch enorm viel Geld verlöre. Der König, ebenso wie seine Vorfahren und Offiziere, wären “Höchst Selbst in Dero Jugend mit Bier-Suppe erzogen” worden, “mithin können die Leute dorten so gut mit Bier-Suppe erzogen werden, das ist viel gesünder, wie der Caffee”. Soldaten, die mit Bier ernährt worden seien, hätten viele Schlachten geschlagen und gewonnen; ob Kaffee trinkende Soldaten verlässlich genug wären, die Strapazen eines Krieges durchzustehen, sei hingegen fraglich.
Heute würde ein Staatsmann und militärischer Führer bei solchen Äußerungen schlicht für verrückt erklärt. Doch noch vor 200 Jahren konnte ein mächtiger Politiker ohne weiteres Bier mit Muttermilch vergleichen. Und in gewisser Weise war es das in der Alten Welt wohl auch - ebenso wie andere Alkoholika - von Beginn unserer Zivilisation an.
Der Ursprung alkoholischer Getränke
Seit es überhaupt zucker- und stärkehaltige Früchte und Samen gibt, existieren in der Natur sicherlich auch vergorene Nahrungsmittel. Dafür sorgen Hefepilze, die aus Zucker (der zugleich Baustein von pflanzlicher Stärke ist) Energie gewinnen und dabei als Nebenprodukt Ethanol bilden. Zwar mögen manche Geschichten und Berichte über besoffene Tiere erfunden sein - doch immerhin verfügt der Mensch über ein Gen für ein Enzym, das Alkohol im ersten Schritt abbauen hilft: die Alkohol- Dehydrogenase. Dass sich ein solcher Stoffwechselweg ausgebildet hat, spricht dafür, dass bereits unsere tierischen Vorfahren oft genug mit alkoholhaltigem Futter in Berührung kamen.
Auch für den Menschen war der Konsum des Rauschmittels bis vor vielleicht 10000 Jahren ein wohl eher zufälliges Vergnügen. Irgendwann in der Jungsteinzeit aber mag ein Leckermaul an einem Gefäß mit Honig genascht haben, das länger in der Sonne gestanden hatte. Der Inhalt hatte in der Wärme zu gären begonnen, und weil die Wirkung des Alkohols angenehm und belustigend war, könnte der Entdecker probiert haben, wieder Honig in die Sonne zu stellen. Sicherlich kamen ihm andere bald auf die Schliche, oder er zeigte ihnen sogar stolz, wie sich aus Honig, Datteln oder Sirup Met machen lässt, an dem man sich wunderbar berauschen kann.
Die Erfindung von Bier musste warten, bis der Mensch Getreide anzubauen und zu züchten verstand, denn es wird aus den stärkehaltigen Körnern gewonnen, von denen man größere Mengen braucht. Die fruchtbaren Flussdeltas von Mesopotamien und Ägypten lieferten reiche Ernten an Weizen und Gerste, der Hauptnahrung für Bauern, Arbeiter und Soldaten. Wohl zwangsläufig ist Getreidebrei gelegentlich vergoren: Ägypter und Babylonier tranken vor dem dritten Jahrtausend vor Christus Gersten- und Weizenbier.
Auch die Weinkultur basiert auf Erfolgen der Landwirtschaft. Der Saft der meisten Wildfrüchte, auch der von Weintrauben, enthält für eine natürliche Gärung nicht genug Zucker. Als der Mensch nun Obstkulturen anlegte und dabei möglichst wohlschmeckende, süße Früchte züchtete, domestizierte er auch wilden Wein. Soweit die Quellen erkennen lassen, fand der erste gezielte Anbau um 6000 vor Christus im Gebiet des heutigen Armeniens statt.
Vom Sinn des Trinkens
Durch den Ackerbau gab es Nahrungsmittelüberschüsse und dadurch wiederum einen Bevölkerungszuwachs. Auch konnten die Menschen nun in viel größeren Siedlungen, selbst Städten, dicht beieinander leben. Dadurch kam aber die ständige Sorge um sauberes Trinkwasser auf, die seitdem wohl jede größere Gemeinde kennt.
Bis ins 19. Jahrhundert hinein blieb dies ein weitgehend ungelöstes Problem, auch in Mitteleuropa und Nordamerika. Wo immer viele Menschen zusammenlebten, war das vorhandene Wasser durch Abfälle aller Art - insbesondere Fäkalien - und durch Tiere bald verschmutzt und schlimmstenfalls verseucht. Wir werden nie erfahren, wie groß in der Vergangenheit die Zahl derer war, die nur deswegen starben, weil sie ihren Durst mit Wasser stillten. Sie dürfte aber recht groß gewesen sein, wenn man an heutige Epidemien etwa von Ruhr oder Cholera denkt.
Gleiche Gefahren drohten Seefahrern - einer der Gründe, weswegen Ozeanüberquerungen so spät erst stattfanden. Der Portugiese Christoph Kolumbus (1451 bis 1506), der als erster die Welt umrunden wollte und 1492 nach drei Monaten endlich in Mittelamerika an Land ging, hatte eine Ladung Wein an Bord. Im Jahre 1620 landeten die Pilgerväter, die ersten puritanischen Kolonisten in Neuengland, nur deswegen am Plymouth Rock, weil ihnen das Bier ausgegangen war. In der Frühzeit der nordamerikanischen Kolonien setzte man alles daran, Braumeister ins Land zu locken.
Weder in der Bibel noch in den antiken griechischen Epen wird Wasser als Getränk genannt, mit Ausnahme allerdings von Quellwasser aus den Bergen. Der griechische Arzt Hippokrates (um 460 bis um 370 vor Christus) betont ausdrücklich die Unbedenklichkeit von Wasser, wenn es aus Quellen oder tiefen Brunnen komme; sicher sei auch Regenwasser, das in Zisternen gesammelt werde. Demnach hatte man damals aus schmerzlichen Erfahrungen gelernt, dass die meisten Wasservorräte nicht zum Trinken geeignet waren.
Unter solchen Bedingungen war Ethylalkohol vielleicht im übertragenen Sinne tatsächlich die Muttermilch, durch welche unsere Zivilisation überhaupt erst gedieh: Wein wie Bier (das mit Wasser gebraut wird) waren frei von gefährlichen Keimen; außerdem konnte man verschmutztes Trinkwasser damit aufbereiten, weil nicht nur der Alkohol darin, sondern auch die natürlichen Säuren viele Erreger abtöteten. Seit die alkoholische Gärung gezielt genutzt werden konnte, war nicht Wasser der übliche Durstlöscher für Jung und Alt; vielmehr nahmen - dies kann man nicht genug betonen - in allen Epochen unserer Vergangenheit Bier und Wein seine Stelle ein .
Dazu zwei Beispiele: Auf mehr als 6000 Jahre alten babylonischen Tontafeln stehen illustrierte Rezepte zur Bierherstellung. Das griechische Wort akratizomai bedeutet “frühstücken”, wörtlich aber “unverdünnten Wein trinken”. Es scheint einmal Brauch gewesen zu sein, das morgendliche Brot in Wein zu tunken, wie auch die alte Formel “Brot und Bier” keinen Anklang an Ausschweifungen hatte, sondern schlicht das Notwendige benannte, ähnlich wie wir heute von “Brot und Butter” sprechen.
Anders als die Alte Welt gingen weiter östliche asiatische Kulturen schon früh einen anderen Weg. Mindestens seit 2000 Jahren gibt es dort die Tradition, das Wasser zum Trinken abzukochen, gewöhnlich um Tee zu bereiten. So wurden vielerlei nichtalkoholische Getränke erfunden. Dabei dürfte ein genetischer Zusammenhang von Bedeutung gewesen sein: Rund der Hälfte aller Asiaten fehlt ein bestimmtes Enzym für den vollständigen Abbau von Alkohol (den zweiten Abbauschritt); den Betreffenden wird schon nach dem Konsum kleinerer Mengen schlecht, weil ein giftiges Zwischenprodukt (Aldehyd) nicht umgesetzt werden kann. Nur im Abendland hielt man, wie gesagt, bis noch vor 100 Jahren an Wein und Bier als Alltagsgetränken fest.
Geschmacksache
Die alten Verfahren des Weinkelterns und Bierbrauens lieferten Getränke mit - verglichen mit heute - recht geringem Alkoholgehalt; außerdem waren reichlich organische Säuren, beispielsweise Essigsäure, enthalten, die bei der Gärung entstanden. Vermutlich dürften die meisten Weine der vergangenen Jahrtausende nach heutigem Geschmack wohl eher an Essig oder allenfalls an Apfelwein erinnert haben.
Wegen des vergleichsweise niedrigen Gehalts an Alkohol stand weder dessen Giftigkeit noch seine Wirkung als Droge im Vordergrund. Es ging den Konsumenten eher um die Erfrischung und Stärkung mit einem angenehmen Durstlöscher, der nicht leicht verdarb. Die “Nebenwirkung” muss trotzdem allgegenwärtig gewesen sein (Bild 3). Ein leichter Rausch war denn auch wohl jahrtausendelang der Normalzustand.
Auch den Nährwert alkoholischer Getränke sollte man nicht unterschätzen, denn schon wegen ihrer guten Haltbarkeit halfen sie mit ihrem hohen Kaloriengehalt zweifellos, karge Zeiten zu überbrücken. Außerdem enthielten sie reichlich Vitamine und Mineralien.
Sicherlich ließ sich mit Alkohol auch der oft harte, eintönige Alltag besser ertragen. Aber noch wichtiger dürfte die schmerzlindernde Wirkung gewesen sein; denn gewöhnlich waren Bier oder Wein bis vor 100 Jahren die einzigen Analgetika. Schon in den Sprüchen Salomons im Alten Testament steht zu lesen: “Gebt starkes Getränk denen, die am Umkommen sind, und Wein den betrübten Seelen, dass sie trinken und ihres Elends vergessen und ihres Unglücks nicht mehr gedenken” (31, Vers 6 bis 7).
Eine Keilschrifttafel der Sumerer aus der Zeit um 2100 vor Christus mit einem Arzneimittelverzeichnis wird meist als älteste erhaltene Quelle zur medizinischen Anwendung von Alkohol angesehen, doch ägyptische Papyri ähnlichen Inhalts könnten noch früher entstanden sein. Für Hippokrates war Wein ein Mittel gegen einen Großteil der seinerzeit bekannten akuten und chronischen Leiden. Ebenso lobte die Schule von Alexandria seinen medizinischen Wert.
Trotz des im Vergleich zu heute viel geringeren Alkoholgehalts von Bier und Wein waren die Menschen sich auch in alten Zeiten der Gefahren des Trinkens durchaus bewusst. Schon von früh an wurde im hebräischen, griechischen und römischen Kulturkreis immer wieder zu Mäßigung gemahnt. Im Alten Testament wird Trunkenheit an vielen Stellen getadelt. Der Prophet Esra und seine Nachfolger banden Wein in das tägliche jüdische Ritual ein; vielleicht wollten sie so Ausschweifungen vorbeugen - eine religiös begründete kontrollierte Form der Prohibition.
Das Neue Testament sanktioniert offenbar den Alkoholgenus; denn Jesus verwandelte Wasser in Wein, womit vielleicht auch auf dessen hygienische Vorzüge angespielt werden sollte. Die Apostel einschließlich Paulus suchten zwar Regeln für einen kontrollierten Konsum aufzustellen, predigten aber niemals völlige Abstinenz. Diese moderate Haltung findet sich auch bei den frühen Kirchenvätern. Wein galt ihnen als Gottesgabe, weil er heilte, beruhigte, Schmerzen linderte und Sorgen und Ängste milderte.
Lange war Bier das Getränk der einfachen Leute, während Wein den begüterten Schichten vorbehalten blieb. Weil aber Trauben mehr Profit brachten als Getreide, boomte der Rebenanbau in römischer Zeit - bis das Produkt nach hundertjähriger Expansion um 30 vor Christus fast umsonst und damit für jedermann zu haben war. Mit dem Untergang des Römischen Reiches endete jedoch diese Weinbaukultur; die Tradition wurde von der katholischen Kirche und ihren Klöstern übernommen, den einzigen Institutionen mit ausreichenden Mitteln dafür. Fast 1300 Jahre lang unterhielt die Kirche die größten und besten Weingüter und machte damit beträchtlichen Gewinn.
Während des gesamten Mittelalters war Getreide das Grundnahrungsmittel und Bier das gemeine Getränk der Bauern; höchstens hatten sie noch selbstgebrauten Honig- oder Obstwein, vielleicht auch einmal Rebensaft aus Eigenanbau.
Sofern überhaupt mahnende Stimmen gegen alkoholische Getränke laut wurden, konnten sie sich nach wie vor mangels sicherer Alternativen nicht durchsetzen. Während 4000 Jahren haben politische, religiöse und gesellschaftliche Umwälzungen in den westlichen Ländern die Einstellung zum Alkohol erstaunlich wenig verändert. Doch dann wandelte sich durch eine technologische Neuerung sein Image.
Hochprozentiges
Schnaps war rund 9000 Jahre lang unbekannt gewesen. Die natürliche Vergärung stößt nämlich selbst bei hohem Zuckergehalt der Ausgangssubstanz an eine Grenze, weil die Hefepilze höchstens 16 Volumenprozente Alkohol vertragen. Um das Jahr 700 aber erfanden arabische Alchimisten die Destillation. Sie machten sich zunutze, dass Ethanol bei tieferer Temperatur siedet als Wasser, deswegen eher verdampft und sich beim Abkühlen des Dampfes zuerst wieder verflüssigt. (Aus dem arabischen kuhl, der Essenz von Stoffen, wurde im spanischen Umfeld al-kuhúl und alcohol, zunächst noch als alcohol vini im Sinne von “Essenz des Weines”.)
Nach Europa kam die Destillierkunst - um das Jahr 1100 - über die berühmte und einflussreiche medizinische Schule von Salerno (Italien). Sie bildete eine wichtige Drehscheibe für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse auf den Feldern der Medizin und Alchimie vom orientalischen in den abendländischen Raum. Im 13. Jahrhundert kam für hochprozentigen Alkohol die Bezeichnung Aqua vitae, lateinisch für “Wasser des Lebens” auf; in den Jahrhunderten davor hieß das Destillat dagegen aqua ardens, “brennendes Wasser”. Der Straßburger Arzt Hieronymus Brunswig (Brun-schwig, um 1450 bis 1512/13) schrieb über das Destillieren zwei verbreitete Werke, die vor allem auch Anweisungen zum Auszug von Arzneien aus Pflanzen enthielten: einen kleinen Ratgeber für Laien (”Liber de arte distillandi de simplicibus. Das buch der rechten kunst zu distilieren die eintzige ding”), der im Jahr 1500 erschien, und einen 1512 erstmals aufgelegten großen (”Liber de arte Distillandi de Compositis. Das buch der waren kunst zu distillieren die Composita”.
In jener Zeit hatte sich das Janusgesicht von Branntwein und anderen Spirituosen jedoch längst offenbart. Hochprozentige Alkoholika verbreiteten sich im Gefolge der großen Seuchen des 14. Jahrhunderts, insbesondere der Pestepidemie von 1347 bis 1352, die schätzungsweise 25 Millionen Opfer forderte. Die Menschen klammerten sich an die scharfen Getränke, die zwar als Gegenmedizin völlig wirkungslos waren, doch den Betroffenen wenigstens psychisch guttaten. Unter diesen Umständen ist verständlich, dass die Ärzte auf die schmerzstillende und gemütsaufhellende Wirkung von Alkohol schworen, während sie machtlos zusehen mussten, wie der Schwarze Tod in einer einzigen Generation schätzungsweise ein Drittel der Bevölkerung Europas dahinraffte.
Nach dem Ende der Pest förderte der europaweite wirtschaftliche Aufschwung den Konsum von Spirituosen. Eine zunehmende Urbanisierung ging einher mit einer beispiellosen luxuriösen Lebensführung. Nachdem die Schrecken der Vergangenheit überstanden waren, griffen im Gegenzug Prunk- und Genusssucht um sich. Man könnte fast sagen, ganz Europa gab sich einem Saufgelage hin, das bis Anfang des 17. Jahrhunderts dauerte, den schwerwiegenden Auswirkungen solcher Exzesse und allen Mahnungen und Anordnungen der Obrigkeit zum Trotz. Dann wurden allerdings Kakao, Kaffee und schwarzer Tee als Stimulantien populär. Sie konnten alkoholischen Getränken den Rang als Nahrungsmittel streitig machen, weil sie mit kochendem Wasser zubereitet wurden und dadurch hygienisch unbedenklich waren.
Im 18. Jahrhundert entstand mancherorts im westlichen Kulturkreis eine religiös begründete Abneigung gegen Alkohol, die insbesondere Quäker und Methodisten schürten, am stärksten in Großbritannien. Die Bewegung fand aber selbst dort wenig Widerhall in der allgemeinen Bevölkerung; schließlich war beispielsweise das aus der Themse geholte Wasser nach wie vor ein Infektionsherd höchsten Grades für Krankheiten wie Ruhr, Cholera und Typhus, die mit verschmutztem Trinkwasser übertragen werden und ähnlich verheerende Seuchen auslösen können wie die Pest, was sie in Europa bis Ende des 19. Jahrhunderts auch immer wieder taten. (Man denke an die Cholera- Epidemie des Sommers 1892 in Hamburg, wo das Trinkwasser ungefiltert aus der Elbe bezogen wurde, in die Fäkalien direkt einflossen. Von den 17000 Erkrankten starb fast die Hälfte.)
Erst nach der Entdeckung der Mikroorganismen im letzten Jahrhundert als Verursacher vieler Krankheiten begann man Wasser zu filtern und von Keimen zu reinigen, so dass es endlich zum sicheren Lebensmittel wurde. Für die totale Abkehr eines nennenswerten Anteils der Bevölkerung vom Alkohol, die nun einsetzte, gab es aber einen weiteren Grund: Man hatte erkannt, dass Alkohol Abhängigkeit verursacht und dass dies eine Krankheit ist.
Alkoholismus als Krankheit
Dadurch, dass im Verlauf des 19. Jahrhunderts die Naturwissenschaften verstärkt Eingang in das medizinische Denken und die ärztliche Praxis fanden, wurde es möglich, Krankheitssymptome in neuer Weise Kategorien zuzuordnen und somit wissenschaftlich fassbare Krankheiten zu beschreiben. Chronischer Alkoholmißbrauch zählte zu den ersten Gebrechen, die in dieser Weise gesehen wurden. Die ersten wesentlichen Beiträge über Alkoholismus lieferten zwei Medizin-Absolventen der Edinburger Schule: der Brite Thomas Trotter und Benjamin Rush, der als Nordamerikaner, wie damals üblich, in Europa Medizin studiert hatte. Wenngleich der methodistische Einfluss ihre Untersuchungen mitbestimmt haben mag, waren diese doch medizinisch fundiert und machten deutlich, dass Alkoholsucht ein lebensbedrohliches chronisches Leiden ist.
Trotter stellte 1813 in einem Essay über Trunkenheit den Alkoholmissbrauch als Krankheit dar. Er erkannte, dass bei Gewohnheitstrinkern, die über längere Zeit regelmäßig Schnaps konsumieren, die Leber Schaden nimmt und Gelbsucht, Auszehrung und geistige Störungen auftreten - Symptome, die selbst in nüchternem Zustand bestehen bleiben. In Amerika veröffentlichte Rush Arbeiten ähnlichen Inhalts (Bild 5). Da er dort prominent war - so hatte er die amerikanische Unabhängigkeitserklärung mit unterzeichnet - stieß er auf mehr Resonanz. Nicht zuletzt auf seine Bekanntheit und sein hohes Ansehen geht die Temperenzbewegung (Bild 6) zurück, die schließlich in den Vereinigten Staaten in die Prohibition mündete: Bereits um 1900 sprachen mehrere der Staaten ein totales Alkoholverbot aus; zwischen 1919/20 und 1933 galt es für die gesamten USA; weder Herstellung noch Vertrieb oder Konsum alkoholischer Getränke waren gestattet.
Weitere medizinische Studien präzisierten schon im 19. Jahrhundert immer mehr das klinische Bild des Alkoholismus und seiner gesundheitlichen Auswirkungen. Heute gilt die Krankheit als eine der bedeutendsten überhaupt. Deutschland verzeichnet im Jahr rund 40000 Alkoholtote. In den USA sind es um die 100000; damit ist Alkoholkonsum in Nordamerika die dritthäufigste vermeidbare Todesursache - nach dem Rauchen und den Folgen von falscher Ernährung und Bewegungsmangel. Die genaue Zahl der Alkoholabhängigen lässt sich schwer schätzen; für Deutschland nennt die Statistik 2,5 Millionen. Man vermutet, dass 14 bis 20 Millionen heute lebende US-Einwohner (also an die 10 Prozent der Bevölkerung) Leben und Gesundheit durch Alkohol ruiniert haben.
Aber nicht nur die Süchtigen allein kommen zu Schaden. Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten dürfte zu 40 Prozent durch ein trinkendes Familienmitglied direkte Berührung mit dem Problem gehabt haben. Dort werden jährlich etwa 12000 schwer alkoholgeschädigte Kinder geboren, die körperlich und geistig für ihr Leben gezeichnet sind, weil die Mutter Trinkerin war; hinzukommen viele weitere mit nicht ganz so schweren Defekten. Bisher gibt es gegen Alkoholismus leider keine Idealtherapie. Die einzige wirklich wirksame medizinische Maßnahme ist nach wie vor die völlige Abstinenz.
Wie bei jeder Krankheit, ob individueller Natur oder gesellschaftlichen Ursprungs, bildet eine treffende Diagnose die Basis einer erfolgreichen Behandlung. Mit den Wirkungen von Spirituosen muss der Zivilisationsmensch sich erst seit relativ kurzer Zeit auseinandersetzen. Nachdem die auf sie zurückgehende Krankheit jetzt erkannt und auch anerkannt ist, suchen alle Seiten nach Gegenmitteln, seien es Pharmaka oder Verhaltenstherapien. Die wachsenden Erkenntnisse über die physiologischen Hintergründe des Alkoholmissbrauchs sowie anderer Suchtformen sollten dabei eine große Hilfe sein.
Jede Zeit hat ihr Weltbild - dafür ist Alkohol ein besonders gutes Beispiel. Geistige Getränke dienen uns heute zum Abschalten und zum Fröhlichsein, können uns auf der anderen Seite aber auch vernichten. Obwohl es nicht leicht fallen mag, zu akzeptieren, dass sie unsere Zivilisation entscheidend mitgeprägt haben, gilt: Den Exzessen vermögen wir - wie ein guter Arzt einer Krankheit - nur zu begegnen, wenn wir auch die Entstehungsgeschichte würdigen.
Bert L. Vallee
Literaturhinweise
- Alkohol - Konsum und Missbrauch. Alkoholismus - Therapie und Hilfe. Herausgegeben von: Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren. Lambertus, Freiburg 1996.
- Die Macht der Trunkenheit. Kultur- und Sozialgeschichte des Alkohols in Deutschland. Von Hasso Spode. Leske und Buderich, Leverkusen 1996.
- Gifte in Natur und Umwelt. Pestizide und Schwermetalle, Arzneimittel und Drogen. Von Otfried Strubelt. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, Oxford 1996.
- Toward a Molecular Basis of Alcohol Use and Abuse. Herausgegeben Von B. Jansson, H. Jörnvall, U. Rydberg, L. Terenius und B. L. Vallee. Birkhäuser, Basel 1994.
- The Alcohol Dehydrogenase System. Von H. Jörnvall, O. Danielsson, B. Hjelmquist, B. Persson und J. Shafquat in: Advances in Experimental Medicine and Biology, Band 372, Seiten 281 bis 294, 1995.
- Kudzu Root: An Ancient Chinese Source of Modern Antidipsotropic Agents. Von W. M. Keung und B. L. Vallee in: Phytochemistry, Band 47, Heft 4, Seiten 499 bis 506, Februar 1998.
- Patients with Alcohol Problems. Von P. G. O’Connor und R. S. Schottenfeld in: New England Journal of Medicine, Band 338, Heft 9, Seiten 592 bis 602, 26. Februar 1998
Aus: Spektrum der Wissenschaft August 1998
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Alkohol und Drogen |
6. November 2006
Meist wird die gesundheitliche Beeinträchtigung durch Alkoholkonsum verharmlost. Dass die Droge wegen ihrer Wirkung auf die Psyche süchtig machen kann, ist zwar weithin bekannt. Nur wird oft unterschätzt, wie viele Menschen schon ein Frühstadium des Alkoholismus erreicht haben. Dass Alkohol Leber, Gehirn und andere Organe angreift, wissen die meisten Menschen. Im Alltag kümmern sie sich darum aber wenig. Vielen ist auch gar nicht bewusst, dass schon das tägliche Glas Wein oder Bier einzelne Organe schädigen kann und das Risiko für Krebs erhöht. Dagegen schätzen wir die stimmungsfördernde Wirkung in geselliger Runde hoch.
Ambivalenz prägt die Alkohol-Aura: Einseitige Werbung unterstützt noch den unbekümmerten Umgang mit Alkoholika. Viele der in den letzten Jahren verbreiteten Meldungen, Rotwein etwa würde vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützen, sind nur eingeschränkt wahr. Oft beruhen die Daten dazu nicht auf soliden wissenschaftlichen Forschungen, sondern sind schlecht abgesicherte Nebenergebnisse anderer Studien. Fatale Wirkungen von Alkohol, die gleichzeitig auftreten können, werden nur zu oft verschwiegen.
Besonders unverantwortlich ist es, solche Getränke anderen ohne ärztliche Rücksprache unbedenklich zur Unterstützung der Gesundheit zu empfehlen. Ein “Drink” am Tag scheint unter bestimmten Voraussetzungen zwar tatsächlich einer Arteriosklerose und damit Herzinfarkt und Schlaganfall entgegenzuwirken. Doch ist inzwischen auch erwiesen, dass andere Organsysteme unter dem Konsum leiden, sogar schon, wenn es sich nur um geringe Mengen handelt.
Die bei uns übliche Einstellung zum Alkohol ist längst ein gesellschaftliches Problem. Das betrifft nicht nur die beträchtlichen Krankheitskosten, sondern auch die weit reichenden sozialen Auswirkungen. Die leichtfertige Handhabe fördert den Missbrauch bis hin zur Trunksucht. Denn nicht jeder versteht es, mit berauschenden Getränken sozialverträglich und selbstverantwortlich umzugehen. Offenbar sind manche Menschen für Alkoholmissbrauch beziehungsweise für den krankhaften Alkoholismus anfälliger als andere.
Seit 1968 gilt Alkoholismus als Krankheit. Streng genommen fällt darunter noch nicht die rein psychische Alkoholabhängigkeit. Erst wer bei Enthaltsamkeit auch die typischen körperlichen Entzugssymptome zeigt, ist nach heutiger medizinischer Auffassung Alkoholiker. Das typische und wichtigste Symptom der psychischen Abhängigkeit ist der “Kontrollverlust”: Wenn er einmal zu trinken angefangen hat, kann der Kranke nicht mehr damit aufhören. Hat sich die Sucht einmal entwickelt, bleibt sie anscheinend bestehen – selbst nach jahrelanger Abstinenz: Auch der “trockene” Alkoholiker bleibt lebenslänglich krank. Hinzu kommt als Merkmal der psychischen Abhängigkeit das starke, oft unbezwingbare Verlangen nach Alkoholika. Die körperliche Abhängigkeit äußert sich zum einen darin, dass der Betroffene am Anfang scheinbar immer mehr Alkohol “verträgt” und auch immer mehr braucht, um noch die gleiche angenehme Wirkung zu erreichen. Zum anderen erleidet er ohne die Droge Entzugserscheinungen wie Zittern, Schweißausbrüche, Herzjagen, innere Unruhe.
[Quelle: Manfred V. Singer / Stephan Teyssen, aus: Spektrum der Wissenschaft,
April 2001, Seite 58]
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6. November 2006
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung präsentiert Broschüre für Menschen mit Alkoholproblemen
Rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig, Alkoholmissbrauch liegt bei rund 2,5 Millionen Menschen vor. Insgesamt trinken mindestens 9 Millionen Bundesbürger so viel Alkohol, dass Sie ihre Gesundheit damit ernsthaft gefährden. Eine Gesundheitsgefährdung besteht bereits dann, wenn die Grenze zum riskanten Alkoholkonsum überschritten ist. Nach internationaler Übereinkunft liegt ein riskanter Alkoholkonsum vor, wenn die durchschnittliche tägliche Alkoholmenge bei Frauen 20 g Alkohol und bei Männern 30 g reinen Alkohol überschreitet: Diese Menge entspricht etwa 3 (kleinen) Gläsern alkoholhaltiger Getränke pro Tag bei Männern bzw. 2 Gläsern pro Tag bei Frauen.
Die volkswirtschaftlichen Kosten aufgrund alkoholbedingter Krankheiten werden auf rund 20 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Ca. 42.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Alkoholkonsums, bedingt durch Alkoholmissmissbrauch und alkoholbedingte Unfälle. Neben dem Rauchen sind Alkoholprobleme damit eines der verbreitetsten Gesundheitsprobleme in Deutschland überhaupt.
Für Betroffene mit Alkoholproblemen hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) jetzt eine neue Broschüre entwickelt. Unter dem Titel „Alkoholfrei leben?! - Rat und Hilfe bei Alkoholproblemen„ beschreibt diese Informationsschrift die Vielfalt an Hilfsangeboten, an die sich Menschen mit Alkoholproblemen wenden können. Noch immer besteht die Vorstellung, dass erst eine schwere Alkoholabhängigkeit vorliegen muss, bevor Hilfsangebote in Anspruch genommen werden können und dass eine Alkoholabhängigkeit ausschließlich in einer Suchtklinik therapiert werden kann. Betroffene wissen oft zu wenig, wie verschieden die Wege zur Überwindung von Missbrauch und Abhängigkeit tatsächlich sind und wie flexibel das bestehende Hilfsangebot genutzt werden kann. Die Broschüre gibt einen praxisnahen Einblick in den Ablauf von Beratung und Therapie. Auch betroffene Menschen berichten, wie sie ihr Problem Alkohol überwunden haben. Sie wollen damit denjenigen Mut machen, die bislang aus Scham und Angst ihre Alkoholprobleme nicht angegangen haben.
Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit stehen häufig am Ende einer Entwicklung, die bereits in jungen Jahren beginnt. Insgesamt ist der Alkoholkonsum in der Altersgruppe der 12- bis 25Jährigen in den letzten drei Jahrzehnten zwar zurückgegangen, wie die Drogenaffinitätsstudie 2001 der BZgA zeigt; bei den älteren Jugendlichen zwischen 16 bis 25 Jahren entwickeln sich allerdings bereits feste Trinkgewohnheiten: Etwa 40 Prozent trinken regelmäßig, d.h. mindestens einmal pro Woche Alkohol. Besorgniserregend ist vor allem der tägliche Alkoholkonsum und die dabei aufgenommene Alkoholmenge: 25 Prozent der 18 bis 24jährigen Männer und 12 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe konsumieren durchschnittlich pro Tag mehr als 30 bzw. 20 g reinen Alkohol. Sie weisen damit schon in jungen Jahren einen riskanten Alkoholkonsum auf.
Um insbesondere Jugendliche auf die negativen Folgen eines riskanten Alkoholkonsums aufmerksam zu machen und sie für einen risikoarmen Umgang mit alkoholhaltigen Getränken zu sensibilisieren, führt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit zahlreichen Kooperationspartnern die Jugendkampagne „Bist du stärker als Alkohol„ durch. Die Kampagne konzentriert sich zur Zeit auf die Reduzierung des Alkoholkonsums auf Jugendreisen. Hierzu wird im Rahmen der „Sommerkampagne 2003„ auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl an Aktivitäten durchgeführt.
Medienangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Alkoholprävention:
„Alles klar„ - Tipps und Informationen für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol
Leser der Broschüre können anhand eines Tests selbst klären, ob sie einen risikoarmen, riskanten, schädlichen oder abhängigen Alkoholkonsum aufweisen. Die Broschüre zeigt konstruktive Wege auf, wie Menschen riskante Trinkgewohnheiten dauerhaft verändern können. Weiterer wichtiger Baustein zur Selbsthilfe sind Hinweise zu Entspannungstechniken, zum Umgang mit Konflikten sowie ergänzende Beratungs- und Hilfsangebote.
„Alkoholfrei leben„ - Rat und Hilfe bei Alkoholproblemen
Die Broschüre wendet sich an Menschen mit Alkoholproblemen. Sie will ihnen helfen bestehende Hindernisse zu überwinden, indem sie die Vielfalt der bestehenden Hilfsangebote vorstellt, in Beratung und Therapie Tätige zu Wort kommen lässt und Berichte von Menschen aufzeigt, die selbst das Problem Alkohol überwunden haben.
Speziell für Jugendliche!!!
„Das nasse Blatt„ 2002/2003
Jugendliche erhalten in dieser Jugendzeitung Informationen rund um die Themen Alkohol und Auswirkungen auf ihren Körper, Alkohol und Straßenverkehr und Alkohol und Sex. Außerdem können sie anhand eines Testes ihr Wissen über Alkohol prüfen.
„Auf dein Wohl, mein Kind„
Die Broschüre gibt einen Überblick über die Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft und soll werdende Eltern zu einer sorgfältigen Überprüfung des eigenen Alkoholkonsums anregen. Neben Tipps zur Bewältigung kritischer Konsumsituationen werden Möglichkeiten zur Änderung des Trinkverhaltens aufgezeigt.
Alle Medien sind kostenfrei und können unter folgender Adresse bestellt werden:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Fax: 0221-8992257
email: order@bzga.de
http://www.bzga.de
www.bist-du-staerker-als-alkohol.de
www.drugcom.de
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Postfach 91 01 52
51071 Köln
Telefon: 0221 8992-0 / Durchwahl: -280
Fax: 0221 8992-300 / - 201
eMail: voelker-albert@bzga.de
Internet:http://www.bzga.de
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